co-depressiv-geteiltes-leid-ist-immer-noch-leidGastbeitrag, unbezahlte Werbung Bild©Hans Krum

Co-Depressiv – Geteiltes Leid ist immer noch Leid

Depressionen sind eine fiese Angelegenheit. Von innen wie von außen betrachtet. Co-depressiv, ein Zustand den ein Mensch erreichen kann, nachdem er nur lange genug mit einem „wirklich“ kranken/depressiven Menschen verbracht hat. Die Empathie ist es schuld. Lachen ist ansteckend, Weinen jedoch manchmal auch. Jemanden, der einem vermutlich sehr nahe steht leiden zu sehen erst recht.

Jeden Tag, jeden Tag aufs Neue. Alles ist schwarz, war eigentlich immer schon schwarz und wird auch weiterhin schwarz bleiben. Egal was passiert, egal ob Frühling oder Sommer, Herbst oder Winter, es ist schwarz. Soziale Kontakte wirken einschüchternd, auf einmal scheinen alle so viele Erwartungen zu haben, die man eh nicht erfüllen kann. Dabei ist es bloß eine: Bitte sei wieder glücklich.

Wenn ein Mensch leidet, versucht man ihm zu helfen. Das ist schon fast ein Instinkt, schließlich ist der Mensch ein soziales Wesen und lebt von/in der Gemeinschaft. Jeder leidet auf seine Art und Weise. Der Eine intensiver, der Andere dafür länger. Der Eine still, der Andere laut. Aber ab einem gewissen Punkt leiden alle gleich: Depressionen – ein lähmendes Gefühl, welches den Menschen von seinem Umfeld trennt.

Die Schwierigkeit der Abgrenzung

Ich kann in diesem Fall nur aus eigenen Erfahrungen sprechen, aus eigenen Erfahrungen als Co-Depressive. Denn es stimmt schon, gerade wenn eine enge Bezugsperson von dem dunklen Nebel erfasst und in den schwarzen Abgrund gezogen wird, ist es besonders schwer sich gefühlstechnisch von alledem abzugrenzen und die eigene seelische Gesundheit zu wahren.

Meine Challenge war es damals mich abzugrenzen, denn das fällt mir außerordentlich schwer. Zumindest gefühlstechnisch. (Auch wenn man beim Lesen meiner Einträge das Gefühl bekommt, dass ich allgemein ein Problem mit Grenzen zu haben scheine… stimmt schon.) Wie will man es auch ignorieren, wenn der Partner neben einem offensichtlich leidet, obwohl es offensichtlich alles nicht so schlimm ist?

Die Krankheit verstehen

Aus eigener Sicht ist es das nicht, noch nicht. Für die erkrankte Person hingegen ist jeder Tag eine Qual, das darf man nicht vergessen und auch nicht unterschätzen. Auch wenn der eigene Verstand einem sagt, dass all diese Dinge/negativen Faktoren, die angeblich zur täglichen Verschlechterung des Zustands des Partners beitragen, nur konstruiert und/oder überhöht/dramatisiert sind.

Wäre der Betroffene in der Lage klar zu denken und vor allem seine Lage zu reflektieren, wäre er nicht krank.

…vergessen viele. Man sagt ja auch nicht zu einer Essgestörten: „Dann iss halt mal mehr. Du siehst erschreckend dünn aus.“, wobei das wahrscheinlich einige (ausversehen) tun und damit lediglich ihre Ratlosigkeit und Verzweiflung ausdrücken. Denn wenn es so einfach wäre, gäbe es keine psychischen Störungen/Krankheiten. Als ob sich jemand freiwillig fast zu Tode hungert oder wochenlang, im schlimmsten Fall mit Suizidgedanken, im Bett liegt.

krankheit

In der Natur des Menschen ist kein Selbstzerstörungsdrang vorprogrammiert. Dieser entsteht zumeist erst durch äußere Einflüsse (Vergesellschaftung [#societycriticism]; Erwartungen [#lessguiltiness]; Traumata) und ist in den seltensten Fällen angeboren (Ausnahme: Psychopathen).

Behandlung / Medikamente

Nur weil der Betroffene nicht mit Gips und/oder Fieber im Bett liegt heißt das nicht, dass er nicht ernsthaft leidet. Ein Leid, dass nicht mal eben mit einem Saft oder einer Pille (leider nein liebe Pharmaindustrie) gelindert werden kann. Natürlich können Medikationen unterstützend wirken und den Prozess in Gang halten/beschleunigen. Jedoch kann das niemals ohne eine tiefgehende psychologische Betreuung und dem Willen des Patienten zur Selbstreflektion von statten gehen.

Ich lehne weder Antidepressivum, noch Beruhigungsmittel ab. Jedoch halte ich den lockeren Umgang mit dieser Art von Medikamenten heutzutage (in Deutschland auch, aber vor allem in den USA ein noch evidenteres Problem) für fraglich. Aus meiner eigenen Erfahrung habe ich mitgenommen, dass eben dieses „lockere Pillenverschreiben“ tödlich enden kann.

Einem psychisch kranken Menschen mit Tabletten einzudecken, die neben tödlichen Nebenwirkungen auch ein hohes Suchtpotenzial entwickeln können, muss betreut bzw. beobachtet werden. Wenn zu diesem Zeitpunkt keine weitere Betreuung möglich ist, sollte daher davon abgesehen werden, mit bunten Pillen und dem Satz „Nehmen sie die mal regelmäßig und kommen sie in ein paar Wochen wieder, es wird ihnen dann bereits was besser gehen.“ um sich zu schmeißen.

Wie die Beziehung leidet

In diesem Moment begann die ganze manipulative Scheiße. Und das soll kein Vorwurf sein. Ich weiß jetzt, dass die Krankheit einen so im Griff haben kann, dass man die Kontrolle verliert und (unwissentlich) selbstgerecht und egoistisch handelt. Seine Gefühlsregungen bestimmten unseren Tagesablauf und ich sage bewusst „Gefühlsregungen“, denn manchmal war es bereits nur ein klitzekleiner Moment, der alles zerstören konnte.

Seine zunehmende Unzufriedenheit kontrollierte unsere gesamte Beziehung. Anfangs versuchte ich ihm alle lästigen Dinge abzunehmen. Ich schmiss den Haushalt, ging einkaufen und kochte das Essen. Nebenher ging ich arbeiten und begann meinen Master. Freunde kamen fortan meistens zu uns, da er nicht mehr allzu gern das Haus verließ und innerlich ruhiger war, wenn ich das auch nicht mehr allzu oft tat. Zumindest nicht am Wochenende oder abends, denn wer weiß was da passieren könnte…

Eifersucht. Nicht mehr und nicht weniger. Irgendwann gab er es zu. Er war besessen. Ich war schließlich die Frau an seiner Seite, er der Mann. In seinen Augen hätte er der Stärkere – „der Versorger“ – (Danke Erwartungen – Danke Patriarchat) sein müssen, was ihm jedoch nicht gelang und somit für Selbsthass und noch mehr Unzufriedenheit sorgte. Daher schien es legitim meine Autonomie in Form von emotionalen Erpressungen zu untergraben.

Irgendwann war es soweit, dass eine Therapie unumgänglich war. Mittlerweile hatte auch unser (übrig gebliebenes) soziales Umfeld gemerkt, dass es sich hierbei um keine einfache temporäre Verstimmung handelte und ich allein nicht für seine Genesung verantwortlich sein konnte.

Vor allem hatte ich auch keine Lust mehr länger dafür verantwortlich zu sein, denn es ist scheiße kräftezehrend und emotional erschöpfend Tag ein Tag aus zu sehen, wie sich dein Partner „auflöst“. Auflösen trifft es an dieser Stelle ganz gut, denn irgendwann fiel es ihm schwer Blickkontakt zu halten, er wich einem beinahe aus und seine Körperhaltung sackte in sich zusammen. Er war nicht nur verschlossen, er sah auch so aus. Ab jetzt wurde es gefährlich: Aus dem anfänglichen Jammern wurde ein innerliches Brodeln.

Zumindest gehe ich davon aus, denn sonst wäre er nicht fortan in immer kleiner werdenden Abständen explodiert. Aggressive Ausbrüche, die den ein oder andern Parfum-Flakon in tausend Teile zersplittern ließen. Schranktüren wurden zu Boxsäcken. Psychologische Hilfe musste her, das war klar.

Klinik / Medikamente / Hilflosigkeit

Nach langem Diskutieren und viel Überzeugungsarbeit nahm er den (emotional) beschwerlichen Weg auf sich und ging in die Klinik. Dort erzählte er von seiner Hoffnungs-, Antriebs- und Perspektivlosigkeit, die ihn kaum noch das Bett verlassen ließ.

Nach einem Blick in den Kalender wurde schnell klar, dass sein Leid leider noch etwas Geduld haben müsse, denn aktuell sei zeitlich niemand verfügbar, der ihm helfen könne. (Selbsterfüllende Prophezeiung: Wer sollte ihm auch schon helfen können/wollen?) Aber immerhin stattete man ihn fix mit allerlei Medikamenten (Schlaf-/Beruhigungsmittel und Antidepressivum), glücklicherweise auch in rauen Mengen (…denn viel hilft ja bekanntlich viel), aus.

medikamente

Es dauerte keine sechs Wochen (die Therapeutensuche wiederum länger) und der erste Suizidversuch war geschehen. Überdosis. Medikamente und Drogen. Hebelwirkung. Überlebt. Am nächsten Tag: Einlieferung in die Klinik.

Der Schock saß tief, das Trauma danach auch. Darum hatte ich nicht gebeten. Das wollte ich nicht sehen (müssen). Zugegeben, nachdem er seine Medikamente „angemessen“ konsumierte erschien er fortan ruhiger. Jegliche negativen Ausbrüche waren verflogen und eine schwerfällige Lethargie dominierte seine Erscheinung.

Er saß einfach nur noch da. Weder traurig, noch glücklich. Meistens müde, auffallend hungrig, wenig dynamisch. Klar, jemanden zu betäuben schützt dessen Umfeld und am meisten ihn selbst. Auch das ist wirklich schwer anzusehen. Reine Resignation. Betäubt und gelähmt. Wenig lebendig, weit weg vom Leben.

Angeblich ist man der einzige Mensch, der den Partner versteht, aber helfen kann man ihm trotzdem nicht. Fortan war mein Verhalten an schier endlose Bedingungen geknüpft. Denn scheinbar hatte ich eine unglaubliche Macht über ihn und sein Leid. Paradox wenn man bedenkt, dass ich mich nicht viel mehr als absolut hilflos gefühlt habe.

Depressionen sind kein Spaß

Hier ist professionelle – auf keinen Fall ausschließlich medikamentöse – Hilfe gefordert. Auch Lebenspartner, enge Freunde, Vertraute können nur selten Therapeut spielen und eine ausreichende Versorgung gewährleisten.

Versorgung. Das trifft es in diesem Fall ganz gut. Denn ein von Depressionen befallener Mensch hat schier unendliche Bedürfnisse, die zu erfüllen sind. Allein ist es ihm leider kaum noch möglich oder mit extremen Anstrengungen verbunden, weswegen der Kranke zumeist schon zu Beginn unter dieser Last zerbricht.

Auch mir war es damals nicht möglich, das Alles zu tragen und schließlich fand ich mich selbst in einem Strudel unendlicher Dunkelheit wieder, die mich noch Monate lang begleiten sollte. Auch nach der Trennung ließen mich die intensiven Momente und erlittene Hilflosigkeit nicht schlafen.

Nachts holten mich die Gedanken „Was hätte ich besser machen können? Wieso habe ich das nicht kommen sehen? Wieso war es mir nicht möglich dem ganzen Einhalt zu gebieten?“ nicht los. Die in meinen Augen damals mangelnde Hilfsbereitschaft verschiedener Institutionen trug außerdem dazu bei, dass ich das Erlebte nicht so einfach verarbeiten und ad acta legen konnte.

Fortan begleitete mich ein ständiges Misstrauen und das Gefühl, selbst mit den einfachsten Situationen überfordert zu sein. Haltlos. Auf wen oder was konnte ich mich eigentlich noch verlassen? Mein Bauchgefühl? Nein, das hatte mich ja die letzten Monate auch im Stich gelassen. Auf unser Gesundheitssystem? Nein, das hatte meinen Exfreund ja auch lediglich mit ein paar Rezepten abgespeist und sich selbst überlassen, obwohl er den Mut aufbrachte, um Hilfe zu bitten.

Ist Depression ansteckend?

So lächerlich es klingt, …aber: Depressionen können ansteckend sein. Damit will ich nicht sagen, dass ich sein Leid infrage stelle oder mir anmaße es bewerten zu können. Jedoch will ich damit zeigen, dass die Krankheit nicht zu unterschätzen ist. Weder für den Betroffenen, noch für sein Umfeld.

depression

Es ist wichtig in solchen Momenten Grenzen zu setzen. Auch wenn das unglaublich hart und nach einer unlösbaren Aufgabe klingt, da man seinen Liebsten nur ungern leiden sieht, so ist es das einzig Richtige. Es ist fatal die Krankheit mit übertriebener Fürsorge zu nähren. Denn letztlich ist es die Aufgabe des Erkrankten sich einzugestehen, dass dieser Zustand nicht der Normalität entspricht.

Liebe deinen Nächsten, aber in erster Linie dich selbst!

Ich hatte fortan immer wieder diesen Traum. Ich war in Gefahr. Und ich war blind. Ich hatte immer das Gefühl als müsste ich stark blinzeln, weil ich geblendet werde aber es erscheinen nur unerkennbare Umrisse in dem Lichtstrahl. Mein Herz überschlug sich jedes Mal, wann ich aufwachte und mein Atem ging schnell.

Ja in den intensivsten Episoden erwachte ich von einem unüberhörbaren japsen nach Luft und saß beinah aufrecht im Bett. Schweißgebadet, tränenüberströmt. Was sollte mir das sagen? Wieso war ich jedes Mal beinahe blind und schien vor etwas zu flüchten, oder von etwas bedroht zu werden.

Die Träume waren wiederholend intensiv und enthielten meistens ein gewisses Detail; eine Erfahrung oder ein Ereignis, das mein Unterbewusstsein nachhaltig zu beschäftigen schien. Mal fand das Szenario in meinem Elternhaus statt; mal in meiner letzten Beziehung in einer anderen Stadt; mal an einem fremden Ort, aber dann waren die Akteure mir irgendwo schon einmal begegnet. Entweder im engen Bekanntenkreis, selten aus der Familie, dafür öfters völlig zusammenhangslos aus einer flüchtigen Begegnung im Alltag. Aber eins sollte sich nie ändern: Am Ende war ich immer blind und suchte händeringend um Hilfe. Ich verstand es nicht.

Nach geraumer Zeit suchte ich im Internet nach Traumdeutungsbüchern und psychologischen Ansätzen für immer wiederkehrende Symbole in der Traumwelt. Ich deutete meine sich wiederholende Blindheit sowie Hilfslosigkeit. „Sie verschließen vor etwas die Augen, sie fühlen sich eventuell schuldig oder laufen vor etwas weg.“ Ach ja, okay. Hätte man eigentlich auch selbst draufkommen können.

Es war viel passiert und ich habe nicht immer alles reflektiert. Verdrängen ist halt manchmal einfach die einfachere Lösung und macht in den meisten Fällen, zumindest zeitweilig, auch mehr Spaß. Ohne Spaß kein Fun. Verdrängen heißt leider nicht vergessen und so wandert das meiste unverdaut ins Unterbewusstsein. Auch der Magen mag sein Essen lieber vorgekaut.

Aber was genau sollte ich denn – witzigerweise – meiner Meinung nach verdrängt haben? Was passiert war? Nein, ganz im Gegenteil. Das war doch ständig in meinen Gedanken und ließ mich so rast- und ruhelos bleiben. Und vor allem schlaflos.

schlaflos

Schlaf ist so wichtig. Das wird mir mittlerweile jedes Mal bewusst, wenn ich morgens nach einer achtstündigen Portion Schlaf aufwache und mich erholt fühle. Die Nacht nicht auf der Flucht war und auch nicht nach Hilfe suchen musste.

Aber wann kam der Moment, an dem sich das alles änderte? In dem Moment, als ich anfing mich wirklich um mich zu kümmern. Mich den Gedanken zu stellen und mich mit ihnen auseinanderzusetzen. Und vor allem wirklich was für mich zu tun. Nicht weiter in Extremen zu leben und aufzudrehen, anstatt zu entspannen.

Flucht in die Sucht

Zugegeben, Drogen sind eine großartige Sache, um sich für eine gewisse Zeit eine eigene Welt zu erschaffen und seinen Alltag fernab der Realität zu leben. Irgendwo ist immer ein Rave. Nie genug. Das sehe ich jetzt nicht mehr so. Drogen sind gefährlich. Gerade in schweren Zeiten sind sie pures Gift. Das gleiche gilt für Sex. Sinnlose ONS machen einen nicht glücklicher. Im Gegenteil. Die Toleranzgrenze steigt.  Das High hingegen nimmt ab – wie bei Koks. Frustrierend, anstrengend… und unnötig.

Neustart

Letztlich war es mein Umzug und neues Umfeld, welches mich aus dem dunklen Sumpf herauszog und mir zeigte, dass es lediglich ein unschöner Moment in meinem Leben; eine qualvolle, wenn auch lehrreiche Episode war.

Was wäre ich damals ohne meine beste Freundin gewesen, die mir in den folgenden Monaten zeigte, wie schön und bunt das Leben doch eigentlich ist. Ich liebe sie dafür, denn das hatte ich nach den gedankenschweren, problembeladenen Monaten zuvor beinahe vergessen.

Ebenso wie meine Bedürfnisse. Die hatte ich zuvor bereitwillig zurückgestellt, da ich es mir zum Ziel gesetzt hatte die Krankheit meines Ex zu besiegen. Mein neuer Partner war es dann, der mir letztlich das Verständnis und die Geduld entgegenbrachte, die ich brauchte um diese dunkle Episode endgültig aus meinen Gedanken zu entfernen.

Sein Zuspruch und schier unerschöpfliche Motivation mir mein Grundvertrauen zurückzugeben waren es, die mich wieder erstrahlen ließen und mir die Kraft gaben neue Dinge anzugehen und mich selbst zu verwirklichen. Ich bin dir dafür unendlich dankbar – und werde es immer sein.

Erwachen

Es klingt abgedroschen und wenig individuell, aber hinzukommend war es vor allem das Reisen, Meditation, Achtsamkeit, der Beginn einer Therapie, Ruhe, ein gewisses Maß an Struktur, Sport und vor allem Yoga, als auch das ein oder andere Buch, was mir eine konstanteren inneren Frieden verschaffte.

Alles schien nicht mehr so existenziell bedrohlich. Seitdem habe ich mein Augenlicht wieder. Ich schaue scheinbar nicht mehr weg. Ich schau in mich hinein. Ich höre mir zu. Damit will ich nicht sagen, dass es die richtige und einzige Lösung für jeden und jedes Problem ist.

Mir hat es geholfen und ich bin froh, diese Erkenntnis gesammelt zu haben und um eine Erfahrung reicher zu sein. Auch wenn das momentan einfach ziemlich dem Work-Life-Balance / Mindfulness Mainstream entspricht.

Die Erkenntnis kam an Weihnachten, denn mir ist zu diesem Zeitpunkt aufgefallen, dass ich diesen Traum seit Monaten nicht mehr hatte. Dafür, dass er mich Jahre begleitet hat, hat er sich recht anstandslos und ohne viel Aufsehen verabschiedet.

Liebe dich selbst!


Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag von Nadine Primo
Bild©kilianamrehn.com

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Ich habe nach dem Abitur an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn Romanistik und Geschichte (Bachelor of Arts) und Internationale Geschichte der Neuzeit (Master of Arts) studiert. Aktuell absolviere ich ein Volontariat in einer Werbe- und Medienagentur, um genug Zeit für meine Recherchen und Gedanken zu haben und mir das Schreiben zu finanzieren.

Das Reisen ist eines meiner größten Leidenschaften, ebenso wie Literatur und Geschichte. Ich blogge auf Facebook und teile auf Instagram und meiner Webseite Eindrücke aus meinem Alltag und meinen persönlichen Erfahrungen.