stress-und-das-reizdarmsyndrom Bild©Tharakorn - iStockphoto

Stress und das Reizdarmsyndrom

Viele Personen, die unter dem Reizdarmsyndrom leiden, berichten von Verschlimmerungen bei Stress. Nicht nur stressige Situationen verschlimmern dann die Symptome, sondern auch bereits nur die Gedanken und Gefühle an Stress. Daraus resultieren dann häufig Bauchschmerzen, Verstopfungen oder auch Durchfall. Einige Betroffene nehmen in dieser Zeit auch sehr schnell ab oder zu. Ebenso leidet das psychische Wohlbefinden sehr stark darunter.

Daher stellen sich folgende Frage: Wie funktionieren die Signalwege zwischen Hirn und Darm? Was kann man gegen die Symptome tun? Und wie lässt sich die Erkrankung behandeln?

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Die Verbindung zwischen Hirn und Darm

Das Darmhirn arbeitet unabhängig vom Gehirn, sodass das Darmhirn nicht aktiv beeinflusst werden kann. Die Kontrolle erfolgt meist gänzlich unwillkürlich. Allerdings können gewisse äußere Einflüsse, unter anderem auch Stress, das Darmhirn beeinflussen. In diesen Fällen spricht man umgangssprachlich auch oftmals vom Bauchgefühl. Das Bauchgefühl verrät zum Beispiel, ob sich ein Mensch gerade gestresst oder angespannt fühlt.

Da das Bauchhirn mit dem Parasympathikus und Sympathikus das autonome Nervensystem bildet, kann der Bauch äußere Signale an das Gehirn senden. Der Darm an sich hat auch die Fähigkeit, die Stimmung und das eigene Wohlbefinden zu beeinflussen. Manchmal entsteht dadurch zusätzlicher Stress.

In Fachkreisen spricht man auch von der Darm-Hirn-Achse. Wenn das Bauchhirn nun negativ beeinflusst wird, sei es durch eine Krankheit oder eine Störung, dann kann der Darm ebenfalls darunter leiden. Dann spricht man von einer sogennanten Motilitätsstörungen, bei der die Muskelkontraktion der Darmwand nicht korrekt funktioniert. Für die Symptome des Reizdarms ist das sehr ausschlaggebend.

Störung des autonomen Nervensystems: Was kann passieren?

Dinge, die uns langfristig belasten, aber keine wirkliche körperliche Anstrengung benötigen, sind der Grund dafür, dass das autonome Nervensystem gestört wird. Denn der Sympathikus wird in stressigen Situationen, wie beispielsweise bei Prüfungen, Konflikten oder Zeitdruck, aktiviert. Diese zur Verfügung gestellte Energie wird dann aber nicht vom Körper verbraucht. Dadurch kommt es zu Muskelverspannungen, Kopfschmerzen, Nackenschmerzen oder Magen-Darm-Problemen. In manchen Fällen kann das Herzrasen zur Folge haben.

Personen, die bereits unter einem Reizdarm leiden, reagieren auch deutlich empfindlicher. Bei einem typischen Reizdarm erkennt man die Erhöhung des Stresses meist an einer erhöhten Stuhlfrequenz und an Durchfall. Der aktivierende und beruhigende Teil des Nervensystems sind nicht mehr ausbalanciert. Der Dialog und Austausch ist gestört, was die Verdauung und dadurch auch die Reizdarmsymptome bei Stress fördert.

Behandlung und Prävention beim Reizdarmsyndrom

Natürlich hilft es zu aller erst Stress zu vermeiden. Schließlich handelt es sich hierbei um einen sogenannten Trigger, der die Symptome und Beschwerden verstärkt hervorruft. Allerdings kann man nicht jeden Stress gänzlich aus dem eigenen Leben verbannen. Deswegen kann man auch zu Medikamenten greifen, die die Beschwerden hemmen, sodass die Lebensqualität wieder steigt. Dazu solltest Du unbedingt einen Arzt oder eine Apotheke aufsuchen, um die für dich richtige Behandlung zu erfragen.

Weiter Informationen findest Du auch unter reizdarm.one