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Stressfrei pendeln – und mehr Zeit haben

Stressfrei pendeln? Und mehr Zeit haben? Wie soll das denn gehen?

Das ist doch völlig bescheuert. Pendeln ist Stress und kostet mich nur Zeit. Wie soll ich denn weniger gestresst pendeln? 

Das denkst Du sicher wenn Du die Überschrift liest. Wie viele Diskussionen hatte ich schon über das Thema Pendeln und wie stressig das doch ist und wieviel Zeit das kostet. Quasi jedes Wochenende. Und doch gibt es einige Aspekte welche das Pendeln positiver gestalten lassen. Wenn Du es richtig angeht ist das tägliche Pendeln sogar eine Form der Stressbewältigung. Und damit nicht noch ein zusätzlicher Stress.

Glaubst Du nicht? Ich glaube schon. Warum?

Stell Dir mal folgende Situation gedanklich vor: Du sitzt früh morgens in der Bahn. Es ist eine geschäftige Ruhe. Die anderen Bahnfahrer schlafen, lesen, hören Musik oder reden leise mit ihrem Sitznachbarn. Es ist nicht komplett ruhig aber auch keine störende Lautstärke. Keiner stört Dich.

Du bist noch nicht auf der Arbeit, also nicht dem Stress dort ausgesetzt. Und Du bist auch nicht mehr daheim, hier muss also auch nicht noch alles Mögliche erledigt werden. Im Prinzip bist Du also in einem schaffensfreien und verpflichtungsfreien Zustand. Klingt spannend oder? Und das gleiche auf dem Heimweg abends.

Nimm diesen Gedanken mal mit und denke eine Weile drüber nach. Versuche Dir diesen Zustand als Ziel für das tägliche Pendeln zu nehmen. Und dann nimm die folgenden Tipps mit auf den Weg. Diese helfen Dir auf dem Weg zu diesem Ziel. Und bauen auch währenddessen schon Stress ab.

Abschalten

Berufspendler haben einen längeren Arbeitsweg bzw. Heimweg vor sich. Ideal also um nicht nur örtlichen Abstand zu gewinnen, sondern auch gedanklichen Abstand. Durch die längere Heimfahrt hast Du Zeit Dich dem Abschalten zu widmen. Du kannst den Tag reflektieren. Und Dich damit in Ruhe über den Tag/Chef/Kollegen/Kunden etc. aufregen. Oder Dir überlegen was Du heute gut gemacht hast und was Du verbessern kannst.

Du kannst Deine Lieblingsmusik hören, ein Buch lesen (für die Autofahrer ein Hörbuch) oder einfach die Gedanken in andere Richtungen schweifen lassen. Bis Du dann daheim angekommen bist, hast Du schon alle Gedanken an die Arbeit abgelegt. Du fühlst Dich nicht mehr gestresst und musst erstmal Luft an jemand anderem ablassen. Und Du kannst Dich so direkt den anderen Themen und Dingen widmen.

Zeit für sich

Die meisten Pendler sind allein unterwegs. Ideal um den Arbeitsweg und den Heimweg für sich allein zu nutzen. Lass Dein Handy im Rucksack verschwinden und genieß die Zeit für Dich. Lass Dich nicht stören von anderen Pendlern. Egal ob in der Bahn oder auf der Straße. Wenn es zu laut in der Bahn ist, ziehe Noise Cancelling Kopfhörer auf und konzentriere Dich auf Dich selbst.

So kannst Du die Zeit nutzen um etwas Ruhe zu tanken. Oder für Dich wichtige Fragen beantworten. Ebenso kannst Du für Dich wichtige Probleme durchdenken oder Dich gedanklich auf anderes vorbereiten.

Relaxen

Oder wie wäre es einfach mal mit nichts tun? Die meisten wünschen sich einfach mal nichts tun zu müssen. Das klappt in der Bahn am besten, beim Autofahren sollte man sich schon noch etwas konzentrieren. Aber mit guter Musik im Auto nach Hause fahren ist auch keine so schlechte Sache. Du kannst so laut aufdrehen wie Du willst und die neusten Lieder Deiner Lieblingskünstler hören. Und keiner sagt was dagegen…

In der Bahn ist es noch einfacher. Einfach nichts tun. Das hast Du Dir sicher auch mal wieder lange gewünscht, oder? Du hast ja keine Verpflichtungen in der Bahn und musst keinen Haushalt machen. Auch für die Arbeit musst Du nichts machen. Du musst nicht dies, Du musst nicht das. Keiner kontrolliert Dich. Also einfach mal nichts tun und relaxen. Und die Zeit genießen…

Meditieren

Ok, meditieren ist nur was für Bahnfahrer. Für Autofahrer funktioniert das nicht. Zumindest so lange das autonome Fahren noch nicht einwandfrei funktioniert. Daher mein Tipp für die Bahnfahrer. Lehnt euch zurück, lasst alles sein und meditiert. Es gibt mittlerweile so viele Apps mit geführten Meditationen. So kann man einfach in das Thema Meditation reinkommen.

Kopfhörer rein und los geht’s. So kannst Du Dich morgens besser auf den Tag fokussieren und konzentrieren. Und wenn Du abends auf dem Heimweg meditierst, hilft es Dir beim Abschalten. Probier es doch einfach mal aus…

Power Nap

Auch dieser Tipp ist nichts für Autofahrer. Das geht nicht gut aus. Einfach mal einen kleinen power nap einschieben. Viele sind abends nach der Arbeit müde. Da hilft es dieser Müdigkeit auch mal nach zu geben. Einfach zurücklehnen, Augen zu und in einen leichten Schlaf verfallen. Profipendler wachen automatisch rechtzeitig vor dem Ausstieg/Umstieg auf. Alle anderen können sich einen Wecker stellen. 15 bis 30 min genügen völlig. So bist Du nicht in der Tiefschlafphase und nicht völlig k.o. wenn Du aufwachst.

Und gleichzeitig hast Du Energie getankt für den Abend. Ich würde hier raten das nur abends zu machen. Morgens bringt das nicht viel. Da solltest Du schauen dass Du genug Schlaf nachts bekommst. Am Abend kann ein power nap allerdings ein richtiger Energieschub sein.

Mein wichtigster Tipp: Reflektieren & Planen

Die beste Methode um den Stress durch das Pendeln zu reduzieren: Reflektieren & Planen. Warum? Du hast täglich genug Zeit Deinen Tag morgens zu planen. Oder auch abends. Und abends, auf dem Rückweg, auch gleichzeitig den Tag zu reflektieren.

Was lief gut? Was möchtest Du verbessern? Worüber hast Du Dich am meisten aufgeregt? Was hat Dir am meisten Spaß gemacht? Das sind Fragen mit denen Du gut Deinen Tag reflektieren kannst. Das Reflektieren hilft Dir die stressigen Momente zu verarbeiten und aus dem Kopf zu bekommen.

Und das Planen des Tages hilft Dir schon vorher den Stress zu nehmen. Indem Du Dir die Dinge so einplanen kannst dass es nicht zu stressig wird. Und Du hast durch das Einplanen die stressigen und nervigen To-Dos aus dem Kopf. So bist Du weniger gestresst davon. Idealerweise planst Du Deinen Tag am Abend davor, dann hast Du abends alles aus dem Kopf. Und kannst den Abend in Ruhe genießen.

Fazit

Und? Bist Du immer noch der Meinung dass man beim Pendeln keinen Stress abbauen kann? Probier die Tipps mal aus und denk daran, dass Du Dich in einem verpflichtungsfreien und schaffensfreien Zustand befindest. Das ist der schwierigste Schritt. Und die Tipps helfen Dir diesen Schritt zu erleichtern. Und dann siehst Du, man kann auch entspannter Pendeln als der Volksmund denkt.


Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag von Marc Frewert

marc-frewert

Ich bin seit über fünf Jahren Berufspendler und jeden Tag drei Stunden mit der Bahn unterwegs. Anstatt genervt, gestresst und zu wenig Zeit zu haben, habe ich mir ein anderes Denken und Handeln angelernt. Mittlerweile bin ich nicht mehr gestresst vom Pendeln, habe Zeit für alles und bin auch nicht mehr genervt davon. Und darüber berichte ich auf meinem Blog (und bald Podcast). Hier zeige ich Dir auf wie Du stressfreier pendeln kannst und dabei mehr Zeit hast. Getreu dem Motto: „Mehr Zeit. Mehr Leben. Besser pendeln.“

marcfrewert.de