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Erschöpfung und Burnout: Wenn Sport Stress macht

Sport hält gesund, heißt es. Doch zu viel Training kann auch krank machen. So ist zum Beispiel das Athleten Burnout, das das Risiko für eine Depression erhöht, weit verbreitet. Bei Spitzensportlern bleibt durch Leistungsdruck, Übertraining und zu wenigen Entspannungsphasen häufig die Seele auf der Strecke. Denn wie jeder andere Mensch ist natürlich auch ein Leistungssportler ebenso anfällig für psychische Erkrankungen.

Leere Batterie durch Übertraining

Sport und Training sind auch Stressfaktoren für den Körper. Bei jedem Training wir mechanischer, energetischer und auch mentaler Stress auf unseren Körper ausgeübt. Dabei verbrauchen wir Energie, die wieder aufgefüllt werden muss. Stehen Training und Regeneration in einem optimalen Verhältnis, geht unsere Leistungskurve nach oben. Stehen sie in einem Missverhältnis geht unsere Leistungskurve nach unten.

Ein großer Fehler, den viele Sportler oft machen, ist sich zu wenig mit dem Thema Trainingsplanung und der passenden Regeneration zu beschäftigen. So kann es passieren, dass man langsam aber sicher in ein sogenanntes Übertraining rutscht.

Symptome

Das Übertraining kann sich anhand von vielen Symptome bemerkbar machen. Dabei kann es sich neben physiologischer (körperliche) auch um psychologische Anzeichen handeln. Häufig leiden Betroffene aufgrund der Überlastung an folgenden Symptomen:

  • Antriebslosigkeit und Müdigkeit
  • Schlafstörungen
  • häufiges Kranksein (Erkältungen)
  • erhöhter Ruhe- und Belastungspuls
  • erhöhte Laktatwerte
  • erhöhte Verletzungsanfälligkeit
  • Schmerzen
  • Verletzungen der Muskulatur (Muskelfaserriss)
  • Ermüdungsbrüche

So stresst Sport auch den Hobby Sportler

Wird Sport zum Stress reagiert Körper und Geist mit Warnsignalen:

  • Die sportliche Verabredung nach der Arbeit wird zum zusätzlichen Pflichttermin.
  • Schon die Anfahrt zur sportlichen Verabredung passiert unter Zeitdruck.
  • Du verkrampfst beim Sport und die Bewegung bedeutet nicht mehr nur Spaß. Es geht viel mehr um Wettkampf und Prestige.
  • Der Sport wird unregelmäßig (wann gerade Zeit ist) und  dabei mit einer zu hohen Intensität ausgeübt. Laufen mit Durchschnittspuls 160 ist nicht Sinn und Zweck einer sportlichen Betätigung, um nach einem Arbeitstag abzuschalten.
  • Der Körper sollte nicht nachhaltig unter dem Sport der Vortage leiden. „Wenn es mir am nächsten Tag nicht weh tut, habe ich nicht genug trainiert!“, ist nicht die richtige Einstellung.

Stress beim Sport reduzieren

Sport und Training sollten auf Dauer kein Stressfaktor sein. Wenn Du Sport als zusätzlicher Pflichttermin, den du unter Zeitdruck absolvierst, wahrnimmst oder nur den Wettkampf und die Quälerei im Vordergrund steht, solltest du deine Einstellung überdenken.

Außerdem kann auch die Situation rund um die sportliche Aktivität den Stress beim Sport fördern. Beruflicher- oder Lernstress, Beziehungsprobleme, zeitlicher Druck, schlechte Ernährung oder eine schlechte Regeneration nach Erkrankungen spielen zum Beispiel auch eine Rolle und können den Sport zur Qual machen, obwohl eigentlich das Gegenteil in Form von Ablenkung angestrebt wird.

Am Ende ist die richtige Balance zwischen Training, Ernährung und Regeneration entscheidend. Wer das Gefühl hat, diese Balance nicht zu finden und und oft die Luft im Training raus ist, die Muskeln auch nach leichten Einheiten lange schmerzen und die Überwindung zum Training immer größer wird, der sollte einem Sportmediziner oder Hausarzt aufsuchen und seine Werte checken lassen.