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Stress verarbeiten mit Yoga, Achtsamkeit und Meditation

Stress kennt heutzutage jeder. Sei es in hohem Zeitdruck, großer Arbeitsbelastung oder durch berufliche oder private Konflikte. Die Gründe sind mannigfaltig. Doch oft ist es nicht der Stressfaktor alleine, der Probleme bereitet, sondern unsere innere Einstellung und unsere oft unbewussten Prägungen, die den Stress verstärken.

Stressreaktionen auf verschiedenen Ebenen

Durch Stressfaktoren als auch unsere Prägungen äußern sich Stressreaktionen, die sich sowohl auf körperlicher, als auch mentaler wie verhaltensbezogener Ebene äußern können. Nicht bewältigter Stress zeigt sich auf körperlicher Ebene oft in Magen- und Darmproblemen, Herzklopfen, Prickeln in den Händen und Füßen. Oder in muskulären Verspannungen wie Kopfweh, Nacken- und Rückenschmerzen.

Aber auch Bluthochdruck und ein geschwächter Widerstand gegen Krankheiten ist bei Menschen zu beobachten, die unter dauerhaftem Stress stehen. Auf der Handlungsebene äußert sich Stress oft durch ungünstiges Gesundheitsverhalten wie Überernährung, Substanzmissbrauch oder Essstörungen. Mental kommen bei chronisch gestressten Menschen oft Familienkonflikte, menschliche Probleme und sozialer Rückzug vor.

Chronische Wirkungen bei häufigen Stressreaktionen

Die permanente Aktivierung des sympathischen Nervensystems infolge von dauerhaftem Stress führt mit der Zeit zu einer sogenannten vegetativen Ermüdung und in der Folge zu einem tiefgreifenden Erschöpfungszustand, der sich zu dem Burnout Syndrom oder gar einer Depression entwickeln kann. Das Burnout-Syndrom ist die Folge einer lang anhalten Daueranspannung. Die gesundheitsschädigenden Wirkungen von Dauerstress verdeutlichen sich jedoch oft erst nach Monaten, wenn gar Jahren.

Stress auf verschiedenen Ebenen begegnen

In meiner täglichen Praxis beobachte ich oft Menschen, die aus dieser Spirale des dauerhaften Stresses nicht austreten können. Dabei arbeite ich mit meinen Klienten auf verschiedenen Ebenen. Zuerst lohnt sich ein Blick in die wiederkehrenden Stressoren: Was setzt mich tagtäglich unter Stress: Lange Anfahrtszeiten zur Arbeit, hohe Arbeitsbelastung oder gibt es Konflikte mit Mitarbeitern, Vorgesetzten oder im Privatleben.

Ich erarbeite dabei mit meinen Klienten praktische, kurzfristig ausgelegte Ansätze um diese Stressoren zu begegnen: Kann ich meinen Arbeitsalltag besser und anders organisieren? Wie ist mein Zeitmanagement, wie priorisiere ich? Kann ich schwelenden Konflikte konstruktiv angehen und gemeinsame Lösungen erarbeiten oder muss ein schwelender Konflikt (z.B. in der Partnerschaft) offen angesprochen werden?

Glaubenssätze verstärken unseren Stress

Mittelfristig ist es meiner Erfahrung nach jedoch wichtig, tiefer zu gehen: Welche Glaubenssätze und tiefsitzenden Prägungen habe ich? Bin ich vom Perfektionismus getrieben? Glaube ich, immer beliebt sein zu müssen und kann daher nur schwer „Nein“ sagen? Oder bin ich z.B. durch meine Familiengeschichte und Biographie so geprägt, zu glauben ich muss immer vorsichtig sein?

Dabei ist es wichtig, dies nicht nur rational, mit „dem Kopf“ zu erkennen, sondern diese Prägungen auch ehrlich tief im inneren, mit „dem Herzen“ anzunehmen. Nur dann bin ich bereit, mich damit auseinander zu setzen und aktiv daran zu arbeiten.

Ich habe dabei sehr gute Erfahrungen mit Affirmationen, also dem Einüben von neuen, positiven Glaubenssätzen als auch der tiefen Heilarbeit in der Aussöhnung mit dem verletzten inneren Kind gesammelt. Die dritte Ebene bildet dabei die Entspannung und Regeneration. Hier arbeite ich mit den Jahrtausende alten Wissenschaft des Yoga und Ayurveda.

Mit Ayurveda und Yoga gegen Stress

Dabei geht es nicht nur um Körperübungen (unter denen der Yoga in unserer westlichen Gesellschaft hauptsächlich bekannt ist). Die Körperübungen, asanas genannt, können helfen, tiefsitzende Verspannungen und Blocken zu lösen, die Energie wieder in den Fluss zu bringen und nachhaltig zu entspannen. Aber auch im bewussten Atmen und die Schulung des Geistes (mit seinen oft negativen Gedanken, Prägungen, Einstellungen und Bewertungen) hilft der Yoga um uns gegen Stress zu wappnen.

Dies ist ein Aspekt, der heute hauptsächlich unter dem Begriff Achtsamkeit bekannt geworden ist. In Ergänzung dazu hilft uns der Ayurveda, uns besser zu verstehen und entsprechend unserer natürlichen Konstitution zu leben, uns zu ernähren und auch mit Heilkräutern unsere Resilienz gegen Stress zu erhöhen.

Mit Achtsamkeit und Meditation Stress bewältigen

Indem ich mit meinen Klienten meditative Übungen durchführe und sie in der Achtsamkeit schule, lernen Sie mit Abstand Situationen und Vorkommnisse zu betrachten. Dies ist insofern hilfreich, dass dann keine Identifikation und Verstrickung stattfindet (die oft von starken Emotionen und Gefühlen begleitet ist). Sie lernen, Situationen wertneutral zu beobachten und mit einem klaren Kopf Lösungen für die Situation zu erarbeiten.

Das Stressgeschehen verstehen und auf verschiedenen Ebenen ansetzen

Zusammengefasst bedeutet dies: Stress entsteht durch äußere Stressoren wie z.B. hoher Arbeitsdruck oder Zeitmangel und die individuellen Stressverstärker wie z.B. tiefsitzenden Prägungen und Glaubenssätzen wie „sei perfekt“ oder „sei beliebt“. Die Stressreaktion kann sich körperlich (z.B. Verspannung), verhaltensbezogen (z.B. gesundheitsschädigendes Verhalten) und/oder mental (z.B. negative Einstellungen oder Wahrnehmungen) äußern.

Als logische Konsequenz sollte an allen Dimensionen gearbeitet werden. Die asiatischen Wissenslehren des Yoga und Ayurveda helfen dabei, mentale Prägungen zu erkennen und aufzulösen und auch viel für die Entspannung und Regeneration zu tun.


Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag von Stefan Geisse

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Ich habe lange Jahre als Manager in internationalen Konzernen gearbeitet, bevor mich eine Sinnkrise und schwere Krankheit dazu brachte, mein Leben und mein Einstellung zu überprüfen. Heute arbeite ich als Stress-Coach in Zürich und biete regelmäßig Stress-Auszeiten in Klöstern und anderen Kraftorten an, in denen ich mit den Seminarteilnehmern Achtsamkeit und Meditation übe.

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