beautiful mother and daughter togehter doing schoolwork at homeGastbeitrag, unbezahlte Werbung Bild©HannesEichinger - iStockphoto

Stress bei Hausaufgaben vermeiden – 8 Tipps für Eltern

Streit beim Thema Hausaufgaben – welche Eltern kennen das nicht? Das Thema Hausaufgaben sorgt in vielen Familien für Diskussionen und Stress. Diese 8 Tipps können helfen, die Hausaufgaben für euch und eure Kinder zu erleichtern.

Die wichtigste Regel für Eltern: Ihr seid nicht für die Hausaufgaben eurer Kinder verantwortlich. Wie ihr dieses Thema entspannt angehen könnt, erfahrt ihr auch in der scoyolo Podcastfolge #10.

Tipp 1: Gemeinsames Zeitmanagement

Grundsätzlich gilt zwar, dass Hausaufgaben nicht zulange aufgeschoben werden sollten, aber jedes Kind hat einen anderen Rhythmus. Die einen setzen sich lieber gleich an die Hausaufgaben, ganz nach dem Motto „erst die Arbeit, dann das Vergnügen“ und haben den „lästigen“ Teil eben schnell weggearbeitet. Andere Kinder brauchen erst einmal eine Pause, um zu verschnaufen und Kräfte für die nächste Konzentrationseinheit zu sammeln.

Für alle Kinder ist es aber ratsam, nach der Schule am besten gemeinsam zu essen. Manche brauchen danach aber auch noch ein bisschen Entspannungszeit mit Spielen oder Lesen. Je nachdem, wie ihr es handhabt: Wichtig ist auch, dass der Nachmittag nicht in Stress ausartet und zu viel auf dem Plan steht.

Zu viele Termine, die direkt nach dem Erledigen der Hausaufgaben anstehen, wie eine Klavierstunde oder Fußballtraining, können Kinder auch stressen. Zeitlicher Druck kann sich dann auf die Leistungsfähigkeit eures Kindes auswirken. Deshalb: Ihr kennt Euer Kind am besten. Achtet deshalb gemeinsam darauf, dass für jeden genügend Entspannungszeit auch unter der Woche bereitsteht.

Tipp 2: Positives Feedback

Eines der wichtigsten Kriterien für einen optimalen Lernerfolg ist das positive Feedback. Kinder reagieren nicht nur unbewusst sehr stark darauf, sind motivierter und erzielen stärkere Lernerfolge. Es hilft auch dabei, die allgemeine Stimmung gegenüber Hausaufgaben zu heben.

Fehler können hier gut als Lernerfahrung gewertet werden. Eltern können ihre Kinder dort ermuntern, weiter zu üben und nicht bei einer schwierigen Aufgabe aufzugeben. Auch mit geduldigen und entspannten Reaktionen bei Fehlern gebt ihr eurem Kind ein gutes Gefühl.

Tipp 3: Geeignete Lernumgebung schaffen

Eine gute Lernumgebung ist für die Konzentration eurer Kinder maßgeblich. Hier solltet ihr darauf achten, dass Handys beim Hausaufgaben machen nichts verloren haben. Einige Kinder können auch besser in einer aufgeräumten Umgebung lernen.

Der Arbeitsplatz sollte ruhig sein, ein laufender Fernseher oder spielende Geschwister im Hintergrund laden zum Abschweifen ein. Ein weiterer Faktor, der häufig unterschätzt wird, ist der Stuhl: Auf einem Sessel beispielsweise kann man nur schwer eine aufrechte Sitzhaltung einnehmen. Diese trägt aber zur Konzentrationsfähigkeit Ihres Kindes bei und signalisiert einen „Arbeitsmodus“.

Tipp 4: Kurze Pausen einlegen

Die Konzentrationsfähigkeit ist besonders bei jüngeren Kindern stark begrenzt. Deshalb ist es wichtig, regelmäßig Pausen einzulegen. Viele kurze Pausen von 5-10 Minuten sind dabei förderlicher als eine lange.

In dieser Zeit kann Obst gegessen, Wasser getrunken oder ein kurzes Kartenspiel gespielt werden, auch frische Luft ist hilfreich. Danach lernt es sich gleich wieder besser. Wichtig ist, dass auch in den Lernpausen das Handy keine Rolle spielt.

Tipp 5: Arbeitsmaterialien

Ein Faktor, der Hausaufgaben gleich viel angenehmer macht, sind die Arbeitsmaterialien. Ob es nun Karteikarten in der Lieblingsfarbe eures Kindes sind, ein Bleistift mit dem Lieblingstier drauf, oder ein Block mit Blumen auf dem Cover: Diese Dinge helfen dabei, Hausaufgaben als weniger lästig zu empfinden.

Auch die Federmappe sollte immer aufgeräumt und gut ausgestattet sein – so wird euer Kind nicht durch ständiges Suchen abgelenkt.

Tipp 6: Unterstützung, aber kein Abnehmen von Hausaufgaben

In einigen Situationen werden Eltern geradezu dazu verleitet, Kindern ausnahmsweise die Lösungen zu verraten. Diese Vorgehensweise sendet aber falsche Signale. Euer Kind kann das Gefühl bekommen, es würde zu langsam arbeiten und sei nicht fähig, allein auf die Lösung zu kommen.

Viele Kinder schalten dann irgendwann ab und gehen jede neue Aufgabe unbewusst mit der Einstellung „Ich kann das sowieso nicht“ an, ohne es probiert zu haben. Oder verlassen sich im Zweifelsfall auf die Unterstützung der Eltern. Aber in der Klassenarbeit oder Probe stehen Eltern auch nicht stets helfend zur Seite.

Vokabeln abfragen, auf Quellen hinweisen, bei denen das Kind vielleicht passende Lösungswege findet oder sich einen Text vorlesen lassen – mit diesen Möglichkeiten könnt ihr eurem Kind nachhaltig helfen. Und der Stress, dass ihr für die richtige Lösung zuständig seid, fällt auch von euch als Eltern ab.

Tipp 7: Belohnungen

Auch Belohnungen können helfen, damit euer Kind beim Hausaufgaben machen motiviert bleibt. Dabei ist wichtig: Eine Stunde Arbeit bleibt eine Stunde Arbeit für ein Kind – egal, ob das Ergebnis falsch oder richtig ist. Hier könnte zum Beispiel die Arbeitsweise belohnt werden.

Hat mein Kind sich mehrmals selbstständig ohne Aufforderung an die Hausaufgaben gesetzt? Bemüht es sich, konzentriert zu bleiben? Eine kleine Belohnung wäre dann zum Beispiel das Lieblingsessen eures Kindes bei der nächsten Mahlzeit.

Tipp 8: Thema Hausaufgaben auch mal gut sein lassen

Das Thema Hausaufgaben nimmt im Familienalltag einen großen Platz ein. Umso wichtiger ist es, das Thema Hausaufgaben auch mal gut sein zu lassen. Lasst euch und euren Kindern einen Tag in der Woche (zum Beispiel Samstag), an dem das Thema Schule nicht erwähnt wird und gönnt so den Kindern eine Pause vom Stress der Woche. Am nächsten Tag ist noch genug Zeit, alles Wichtige zu besprechen – und der Tank eurer Kinder ist wieder voller.


Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag von scoyo.

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