Nasenbluten bei Stress

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Person hält sich ein Tuch an die Nase wegen Nasenbluten durch Stress und erhöhten Blutdruck

Nasenbluten tritt auf, wenn die feinen Gefäße der kräftig durchbluteten Nasenschleimhaut verletzt werden. Dabei sieht es meistens schlimmer aus, als es ist. Nasenbluten ist oft harmlos und führt nur in äußerst seltenen Fällen zu schwerwiegenden Problemen. So kann es beispielsweise zu einer Übelkeit kommen, wenn das Blut ausversehen eingeatmet wird und in den Magen gelangt. Die Ursachen für das Bluten können vielfältig sein: Heftiges Schnäuzen oder Niesen, trockene Nasenschleimhäute, eine innere Verletzung z.B. durch den Fingernagel oder bei einem Unfall bzw. beim Sport. Doch kann Nasenbluten auch durch Stress ausgelöst werden?

Mögliche Ursachen für Nasenbluten bei Stress

Durch Stress steigt der Blutdruck und anhaltender Bluthochdruck wiederum erhöht das Risiko von Nasenbluten. Wenn der Körper unter Anspannung steht, schüttet er Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol aus. Diese versetzen den Organismus in einen Alarmzustand und treiben unter anderem den Blutdruck in die Höhe – was die empfindlichen Gefäße in der Nasenschleimhaut zusätzlich belastet.

Aber natürlich ist es in den meisten Fällen auch eine Wechselwirkung aus mehreren Ursachen. Leidest Du sehr häufig an Nasenbluten, solltest Du versuchen herauszufinden, welche Faktoren das Nasenbluten auslösen. So kann es auch oft sein, dass der Stress eher durch das Nasenbluten ausgelöst bzw. verstärkt wird und nicht umgekehrt.

Bluthochdruck, der nicht unbedingt aus Stresssituationen resultiert, kann man zum Beispiel durch kreislaufstärkende Maßnahmen, wie regelmäßigen (Ausdauer-)Sport oder auch Saunabesuche, in den Griff bekommen. Grundsätzlich ist aber natürlich zu beachten: Häufiges ungewöhnlich stark auftretendes Nasenbluten sollte man auf jeden Fall ernst nehmen und sich von einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt (HNO-Arzt) untersuchen lassen.

Bei Kindern und Jugendlichen kann das Nasenbluten auch öfter im Zuge starker Wachstumsschübe, z.B. während der Pubertät, auftreten. Und auch bei Frauen in der Schwangerschaft sollte man sich nicht zu sehr vom Bluten der Nase erschrecken lassen. In dieser Phase sind alle Schleimhäute stärker durchblutet und daher ist man anfälliger für das Nasenbluten.

Sofortmaßnahmen bei Nasenbluten

Wenn das Blut aus der Nase rinnt, sind die meisten Menschen zuerst etwas geschockt. Du solltest dennoch versuchen, ruhig zu bleiben. Denn mit einigen kleinen Maßnahmen lässt sich die Blutung normalerweise innerhalb weniger Minuten stoppen:

  • Gerade hinsetzen
  • Nacken oder die Nasenwurzel kühlen. Im Idealfall mit einem feuchten Handtuch oder einer Kompresse. Durch die Kälte ziehen sich die Blutgefäße zusammen und die Blutung nimmt ab.
  • Den Kopf nach vorne beugen, damit das Blut aus der Nase fließen kann.
  • Die Nasenflügel für etwa fünf bis zehn Minuten ohne Pause fest zusammendrücken. Dabei entspannt durch den Mund ein- und ausatmen.
  • Anschließend die Nase wieder loslassen.
  • Wenn es weiter blutet, den Vorgang wiederholen

Lässt sich die Blutung nicht stoppen, sollte der Betroffene zum Arzt gebracht werden. Auf keinen Fall solltest Du den Kopf in den Nacken legen. Viele Betroffene neigen den Kopf reflexartig nach hinten, um den Blutfluss aus der Nase einzuschränken. Dadurch kann das Blut aber nach hinten in den Rachen und so in die Speiseröhre gelangen. Das Blut im Magen kann dann Übelkeit bzw. Erbrechen auslösen. Ebenso besteht die Gefahr, dass das Blut in die Atemwege gerät.

Nasenbluten vorbeugen

Oft hängt das Nasenbluten mit einer empfindlichen Nasenschleimhaut zusammen. Deswegen sollte man diese bei einer gewissen Anfälligkeit regelmäßig pflegen. Außerdem sollte man stets auf eine angemessene Luftfeuchtigkeit im Raum achten. Denn trockene Luft ist schädlich für die Nasenschleimhaut.

Ganz allgemein hilft natürlich auch eine gesunde und ausgewogene Ernährung, sowie ausreichend Bewegung. Da stressbedingter Bluthochdruck eine häufige Mitursache ist, lohnt es sich außerdem, aktiv an der Stressreduktion zu arbeiten. Entspannungstechniken wie Atemübungen oder regelmäßige Bewegung können dazu beitragen, den Blutdruck langfristig zu senken und damit auch das Risiko für Nasenbluten zu verringern.

Häufige Fragen

Kann Stress Nasenbluten auslösen?

Ja, indirekt: Stress erhöht den Blutdruck, und anhaltender Bluthochdruck wiederum erhöht das Risiko, dass die feinen Gefäße der Nasenschleimhaut reißen und es zu Nasenbluten kommt.

Was tun bei Nasenbluten? Welche Sofortmaßnahmen helfen?

Gerade hinsetzen, den Kopf nach vorne beugen, die Nasenflügel fünf bis zehn Minuten zusammendrücken und den Nacken kühlen. Den Kopf auf keinen Fall in den Nacken legen, da das Blut sonst in den Rachen und Magen gelangen kann.

Wie kann man Nasenbluten vorbeugen?

Eine regelmäßige Pflege der Nasenschleimhaut, ausreichend Luftfeuchtigkeit im Raum sowie eine gesunde Ernährung und Bewegung helfen, Nasenbluten vorzubeugen.

Wann sollte man bei Nasenbluten zum Arzt?

Wenn sich die Blutung nicht innerhalb weniger Minuten stoppen lässt oder Nasenbluten ungewöhnlich häufig und stark auftritt, sollte unbedingt ein HNO-Arzt aufgesucht werden.

Ist Nasenbluten bei Kindern und in der Schwangerschaft gefährlich?

In der Regel nicht. Bei Kindern kann es während Wachstumsschüben wie der Pubertät häufiger vorkommen, und in der Schwangerschaft sind alle Schleimhäute stärker durchblutet. Bei Unsicherheiten empfiehlt sich dennoch eine ärztliche Rücksprache.

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