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Kleine Mädchen zittern – Jungs aber auch!

„Kleine Mädchen zittern, Du doch nicht!“, werden Jungs häufig ermahnt. So bekommen wir in jungen Jahren unsere Lektionen im „Zittern einfrieren und schämen!“ Nun, die Wahrheit ist: Mädchen zittern und Jungs auch. Menschen zittern, wenn man sie lässt! Sie zittern vor Ekel, Furcht, Freude, um aufgestaute Energie zu verarbeiten. Unser Körper ist dafür gemacht, Druck, Blockaden und Verspannungen abzuschütteln. Er tut es in Momenten, in denen er sich unbeobachtet fühlt und wir die Kontrolle abgeben.

Beim Einschlafen tritt das Bein gern nochmal aus. Viele erleben dieses feine Zittern nach dem Sex. Es schaudert uns, wenn uns etwas unter die Haut geht. Beim Sport wollen die beanspruchten Muskeln die Spannung sehr direkt abschütteln. Du kennst das neurogene Zittern in seinem ganzen Ausmaß aus Nachrichtenbildern: Menschen, die in einen Unfall geraten oder einen schweren Schock erfahren, können dieses Zittern oft nicht mehr unterdrücken.

Aber auch in wunderschönen Momenten zittern wir – vor Freude. Viele tun es beim Ja-Sagen vor dem Traualtar. Die Anspannung ist in diesen Momenten so übermächtig, dass der Körper selbst eine Exit-Strategie findet und sie freisetzt.

Zittern zulassen

Das neurogene Zittern ist unsere angeborene Antwort auf Hochspannung, die wir in unserer Lebenswirklichkeit tatsächlich unbewusst unterdrücken. Denn wir haben gelernt, dass Zittern ein Zeichen für Angst ist und daher sehr früh begonnen, es zu stoppen. Aber Zittern ist auch ein Zeichen für Entspannung. Wenn es ausbleibt, bekommt unser Körper-Geist-System nicht mehr das Signal, dass die angespannte Situation vorbei ist.

Rückenschmerzen, Zähneknirschen, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Prüfungsangst/Lampenfieber und Konzentrationsprobleme sind mögliche Folgen. Die gute Nachricht ist, dass wir das Zittern nachträglich zulassen können und so Blockaden, Verspannungen und Spuren der Angst löschen können. Wir können es an- und ausschalten so oft wir wollen. Wir gehen danach befreiter und entspannter durchs Leben:

Nach meiner Erfahrung ist der Psoas-Muskel ein sehr guter Ansatzpunkt, um sich mit dem natürlichen Zittern wieder vertraut zu machen. Das ist ein Muskelgespann, das auch als „Kampf- oder Fluchtmuskel“ bezeichnet wird. Es handelt sich um zwei Stränge, welche die Wirbelsäule links und rechts stabilisieren; sie gehen im Becken in den Darmbeinmuskel über und verbinden gemeinsam den Oberkörper mit den Beinen. Hier ist es besonders leicht, das Zittern hervorzurufen.

Haben wir jedoch wieder ein Gefühl für das natürlich einsetzende Zittern gefunden, werden wir feststellen, dass der gesamte Körper Ausgangspunkt für das heilsame Vibrieren sein kann. Es passiert genau dort, wo der Fluss von Lebensenergie blockiert ist. Ist die Blockade aufgelöst, spürst Du deine Lebensenergie im ganzen Körper.

Seit über 20 Jahren arbeite ich mit dem Menschen, dem Körper und dem Atem und es erfüllt mich jedes Mal mit Demut, wenn ich beobachten darf, wie Angst, Druck und Blockaden aus einem Körper schwinden. Dieser Prozess geht immer mit einer Form des Zitterns einher, ein sanftes inneres Beben, der Körper vibriert, mal zart, mal ruckartig. Es ist der Moment, in dem Transformation passiert. Dein Körper ist voller Wunder und spricht den ganzen Tag mit Dir. Alles in Dir strebt nach Fluss und Leichtigkeit, nach Einheit von Körper, Geist und Seele. Du kannst neu lernen, wie das geht, das Tiefenentspannt-Sein.


Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag von Beata Korioth

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Ich liebe das Leben, ich glaube an Gemeinschaft und ich glaube daran, dass die Lösungen da sind – wir müssen sie nur gemeinsam an den Tisch bringen. Ich weiß, dass Menschen sich verändern und glaube an lebenslanges Lernen und dass wir den Körper mitnehmen müssen. Als Coach werde ich für Vorträge, Workshops und Stressmanagement-Trainings gebucht, aber ich glaube nicht an Stress. Wer Stress sagt, meint Angst — und dafür bin ich eine Expertin!

beatakorioth.de

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Goodbye Stress
Stress war gestern. Ab morgen wird er für immer vorbei sein. Was? Zu schön, um wahr zu sein? Ich zeige auf der Basis neuester wissenschaftlicher Forschung, dass die weitverbreitete Idee von Stress auf einem großen Irrtum basiert. Dass wir eigentlich über Angst reden, wenn wir Stress sagen – und dass es gar nicht schwer ist, aus dieser großen Negativspirale auszusteigen