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Psychischer Stress und die Folgen

Wenn der Begriff Stress fällt, assoziieren die meisten Menschen eher negative Gefühle wie Frustration und Anspannung, doch muss eine kurzweilig erhöhte Belastung nicht immer schädlich sein. Unterschieden werden dabei verschiedene Stressarten, die jeweils eigene Merkmale und Symptome aufweisen. Finde heraus, welche Arten es von Stress gibt und wie Du die verantwortlichen Auslöser im Alltag erkennst.

Was ist psychischer Stress?

Als kurzfristige Reaktion ist Stress eine vollkommen natürliche Verhaltensweise des menschlichen Körpers. Entgegen der weit verbreiteten Meinung bedeutet Stress nicht immer eine negative Belastung für das Körpersystem – im Gegenteil: Positiver Stress, der sogenannte Eustress, führt zu einer erhöhten Leistungsfähigkeit und Motivation. Negativer Distress hingegen bewirkt das Gegenteil und begünstigt körperliche sowie emotionale Anspannungen.

Eustress

Positiver Stress erhöht die Bereitschaft eines Organismus zur maximalen Leistungsfähigkeit, ohne ihm dabei zu schaden. Die Funktionsfähigkeit des Körpers wird so auf das Optimum gesteigert. Eine erhöhte Motivation geht in der Regel auch mit dem positiven Eustress einher und kann dem Körper sogar angenehme Glücksmomente wie den „positiven Rausch“ verschaffen.

Distress

Negativer Stress macht sich stets bei Überforderung oder Überlastung bemerkbar. Problematisch ist dabei, dass unser Körpersystem auf diese Anforderung nicht reagieren kann. Im Gegensatz zum Eustress muss jeder Mensch dann mit Maßnahmen zur Stressbewältigung selbst aktiv eingreifen, um die Ausmaße der negativen Belastung möglichst gering zu halten. Der negative Stress lässt sich zusätzlich noch in den episodisch-akuten sowie chronischen Stress unterteilen.

Episodisch-akuter Stress

Aufgrund der Schnelllebigkeit unserer modernen Gesellschaft tritt der episodisch-akute Stress schon bei Kindern auf und ist bereits schädlich. Der Körper bekommt nicht mehr genug Ruhe, um sich von der vorherigen Anspannung zu erholen. Menschen in episodisch-akutem Stress sind ständig in Eile und fühlen sich gehetzt. Selbst wenn eine Aufgabe erledigt ist, muss schon das nächste Problem bewältigt werden und selbst die eigene Freizeit empfinden sie als Stress – was eigentlich schon den Widerspruch in sich selbst aufzeigt.

Chronischer Stress

Die gefährlichste Stressform ist der chronische Stress. Wenn negative Belastungen zu einem Dauerzustand werden, ist eine professionelle Behandlung meist unerlässlich. Chronischer Stress kann das Immunsystem schwächen und Zellen vorzeitig altern lassen. Darüber hinaus riskieren Betroffene ein schleichendes Burnout. Die Leidtragenden sind dabei nicht mehr in der Lage, eine eigene Lösung für das Problem zu finden und fühlen sich der Situation ausgeliefert. Viele Menschen gewöhnen sich dabei an Stresssituationen und nehmen den Stress nicht mehr wahr. Die körperliche und emotionale Gesundheit der Betroffenen verschlechtert sich zunehmend.

Stress im Alltag – Resultat ständiger Überforderung

Schneller, länger, weiter und dabei immer fitter, attraktiver: Die Ansprüche, die wir an uns selbst stellen oder die wir von unserer Umgebung auferlegt bekommen, sind nicht selten viel zu hoch gesteckt. Der Druck im privaten und beruflichen Bereich steigt dabei unaufhaltsam. Auf der anderen Seite fördern Leistung und Anstrengung unsere Entwicklung und Zufriedenheit. An dieser Stelle kommt es auf das richtige Maß an.

Ob ein Stressfaktor tatsächlich von Dir als solcher angesehen wird und letztlich Stress auslöst, hängt in erster Linie von Deinem eigenen Empfinden ab. Fühlst Du Dich einer Aufgabe gewachsen und kannst mit einem guten Gefühl an die Sache herangehen, wirst Du an der Herausforderung wachsen und den Stress als Chance erleben. Fühlst Du Dich allerdings schon beim Gedanken an das Problem überfordert, wird Dein Körpersystem Stressoren aussenden, die sich negativ auswirken. Egal, ob im Beruf, in der Freizeit, in der Schule oder in der Uni: Stress ist ist immer dann negativ, wenn

  • er nicht angemessen abgebaut wird, wie durch Sport oder Entspannungsübungen
  • das eigene Empfinden überwiegt, der Aufgabe nicht gewachsen zu sein
  • zu viele Stressoren auf einmal auftreten oder er dauerhaft besteht

Was sind Stresssymptome?

Die wichtigsten Signale, um Stress zu identifizieren:

Hinweise auf körperlichen Stress

  • erhöhter Blutdruck
  • Herzrasen oder Herzstiche
  • Appetitlosigkeit und Verdauungsprobleme
  • Einschlaf- und Schlafstörungen
  • chronische Kopf-, Magen- und Rückenschmerzen

Hinweise auf emotionalen Stress

  • Blackouts
  • zunehmende Leistungsverringerung
  • Denk- und Schreibblockaden
  • schwache Konzentrationsfähigkeit
  • aggressives oder depressives Verhalten
  • anhaltende Nervosität

Bei fortwährenden Beschwerden und andauerndem Stress, den Betroffene nicht mehr selbst bewältigen können, sollte immer ein Arzt konsultiert werden.

Wie vermeide ich Stress?

Damit sich der episodisch-akute Stress nicht zu einem chronischen Leiden entwickelt, solltest Du stets einen Ausgleich schaffen. Wie beispielsweise durch: