Stress und psychische Überbelastung zählen zu den Hauptursachen für die Entstehung von Tinnitus-Symptomen. Ein Zusammenhang zwischen Tinnitus und Stress wurde von Wissenschaftlern und Betroffenen seit Langem vermutet. Eigentlich ist Stress eine normale körperliche Reaktion auf Belastungen. Als innerer Lärm kann der Tinnitus selbst zu einem Stressor werden und den Stress zusätzlich verstärken. Gestresste Menschen nehmen Tinnitusgeräusche lauter und unangenehmer wahr als entspannte Personen. Ob die Ohrgeräusche auch als Stress empfunden oder durch Stressreaktionen erst ausgelöst werden, hängt von der individuellen Stress-Resistenz und den persönlichen Bewältigungsstrategien ab. Viele Menschen, die dauerhaft unter Stress stehen, erkranken nach einiger Zeit zusätzlich an einem Tinnitus. Einen Krankheitswert besitzt das Leiden jedoch erst, wenn Tinnitus und Stress negativ erlebt werden.
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Was ist Tinnitus und wie macht er sich bemerkbar?
Mit dem Begriff Tinnitus werden vielerlei Ohrgeräusche in Verbindung gebracht, die den Alltag und die Lebensqualität der Betroffenen stark beeinträchtigen können. Der Dauerlärm im Ohr entsteht häufig durch Stress, Hektik und Überforderung. Da die Ohren 24 Stunden am Tag geöffnet sind, nimmst du die unterschiedlichsten Geräusche auf. Stille wird in unserem lauten Umfeld, das von ständigem Handy-Klingeln, Straßengeräuschen und Hintergrundmusik geprägt ist, als unnormal empfunden.
Die typischen Tinnitus-Symptome machen sich durch ein
- Klingeln
- Rauschen
- Pfeifen
- Hämmern
- Summen
im Ohr bemerkbar und können zu jeder Tages- und Nachtzeit auftreten. Bei Stress kommt es im Ohr häufig zu unterschiedlichen Geräuschen, die bei Entspannung schnell wieder verschwinden. In manchen Fällen ist der Tinnitus zusätzlich mit einer Schwerhörigkeit verbunden oder das unangenehme Pfeifen im Ohr wird von Betroffenen als Melodie wahrgenommen. Die Symptome variieren und können gleichzeitig in beiden Ohren auftreten oder sich als laute Geräusche ebenfalls im Kopf bemerkbar machen.
Akuter und chronischer Tinnitus
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen einem akuten und einem chronischen Tinnitus. Ein akuter Tinnitus dauert in der Regel wenige Stunden bis Wochen und verschwindet oft von selbst, wenn der auslösende Stressor wegfällt. Hält das Ohrgeräusch länger als drei Monate an, spricht man von einem chronischen Tinnitus, der einer ärztlichen Abklärung bedarf. In den meisten Fällen werden Tinnitus-Geräusche durch Stress ausgelöst. Wenn es Dir nach einem hektischen Arbeitstag nicht gelingt, Dich zu entspannen, sorgen die Ohrgeräusche letzten Endes dafür, dass Du Dir Zeit für dich selbst nimmst und dir sozusagen eine Auszeit gönnst.
Tinnitus durch Stress?
Häufig nimmt die Lautstärke der Geräusche unter Stresseinwirkung zu oder wird von Betroffenen in stressigen Situationen subjektiv als lauter empfunden. Ein akuter Tinnitus entsteht oft unmittelbar nach einer Situation, die als extrem stressig eingestuft wurde. Das Gehirn reagiert auf die Überforderung mit unterschiedlichen Symptomen, die sich auch durch laute Ohrgeräusche äußern können. Stress ist nicht nur eine wesentliche Ursache für den Tinnitus, sondern trägt auch zur Aufrechterhaltung der Symptome bei.
Wenn Du beispielsweise während einer längeren Stressphase oder unter Dauerstress am Arbeitsplatz oder durch Dauerarbeit an der Universität nicht zur Ruhe kommst, reagiert die Psyche mit unterschiedlichen Symptomen und ein Tinnitus kann entstehen. Die Energie, die zur Bewältigung des Tinnitus notwendig wäre, wird stattdessen zur Bekämpfung von Stress und Überlastung eingesetzt. Die Ohrgeräusche sind allerdings ebenfalls ein erheblicher Stressfaktor und tragen zur Erhöhung des Stressempfindens bei.
Der Teufelskreis aus Tinnitus und Stress
Tinnitus und Stress können sich gegenseitig verstärken: Der Stress begünstigt die Entstehung der Ohrgeräusche, und die Ohrgeräusche selbst lösen wiederum neuen Stress aus. Diesen Kreislauf zu durchbrechen ist ein zentrales Ziel jeder Tinnitus-Behandlung. Vielen Menschen, die stressbedingt an Tinnitus leiden, gelingt es nicht, sich in ihrer Freizeit zu entspannen und dadurch dem Stress und Tinnitus entgegenzuwirken. Weitere Informationen findest Du auch unter audibene.de/tinnitus.
Wodurch kann einem Tinnitus durch Stress vorgebeugt werden?
Stress, Überforderung und Lärmbelastung sind die Hauptauslöser für Tinnitus. Mit geeigneten Lärmschutzmaßnahmen, wie dem Tragen von Ohrstöpseln, kann zu großem Lärm in der Umgebung leicht vorgebeugt werden. Die wirkungsvollste Therapie gegen Tinnitus ist der Abbau von Stress. Dabei helfen bewährte Entspannungstechniken wie Autogenes Training oder Yoga.
Weitere hilfreiche Strategien im Überblick
Neben klassischen Entspannungstechniken gibt es weitere Wege, stressbedingtem Tinnitus aktiv entgegenzuwirken:
- Regelmäßige Bewegung: Sport und leichte körperliche Aktivität helfen, Stresshormone abzubauen und fördern die Durchblutung – auch im Innenohr.
- Ausreichend Schlaf: Schlafmangel verschärft Stressreaktionen. Wer gut schläft, senkt sein allgemeines Erregungsniveau und kann Ohrgeräusche besser tolerieren.
- Achtsamkeit und Meditation: Gezielte Achtsamkeitsübungen können helfen, den Fokus vom Tinnitus wegzulenken und die innere Anspannung zu reduzieren.
- Soziale Unterstützung: Das Gespräch mit vertrauten Menschen oder professionelle psychologische Begleitung kann dabei helfen, den Leidensdruck zu senken.
Zur Tinnitus Behandlung gehört das Erlernen eines gelassenen Umgangs mit den Ohrgeräuschen und die gezielte Ablenkung von den Tinnitus-Symptomen. Bei stressbedingten Durchblutungsstörungen im Innenohr helfen pflanzliche Mittel. Wenn die Symptome sehr häufig oder gar dauerhaft auftreten sollten, ist der Gang zum Arzt für Betroffene unumgänglich, um weitere Therapiemöglichkeiten in Betracht zu ziehen.